MARIELLA MAIER
"Ich freue mich sehr in die außergewöhnliche und geschichtsträchtige Welt Bad Gasteins einzutauchen und mich von dem dort omnipräsenten Medium Wasser inspirieren zu lassen. Ich bin gespannt die verschiedenen Wassersysteme Bad Gasteins, die Quellen, den Fall und die hydroelektrische Infrastruktur des Kraftwerks selbst, zu untersuchen. Arbeitend vorrangig mit Papier, ein Material dessen Entstehungsgrundlage Wasser ist, Naturfasern, Zeichnung und Sound möchte ich eine Werkgruppe entwickeln, die diese Kreislaufsysteme kartiert — nicht als dokumentarische Objekte, sondern als sinnliche Setzungen.
Bio:
Mariella Maier ist eine in München lebende multidisziplinäre Künstlerin, die in den Bereichen Skulptur, Installation, experimenteller Film und Bühnenbild arbeitet. Ihre Praxis
ist forschungsbasiert und prozesshaft. Sie gründet in einer feinen Materialsensibilität, insbesondere für Naturfasern, Papier und organische Stoffe, durch die sie das Verhältnis des Menschen zu Umwelt, Gedächtnis und Transformation befragt. Die Materialien sind dabei nie bloß Medium, sondern selbst Bedeutungsträger: Sie speichern kulturelle Praktiken, ökologische Zusammenhänge und kollektives Wissen. Ihre skulpturalen Arbeiten erkunden Zyklen von Wachstum, Verfall und Regeneration; ihre Filme nähern sich gesellschaftspolitischer Komplexität auf poetisch-dokumentarische Weise. BeidenRegistern liegt eine prozessuale Logik zugrunde: Bedeutung entsteht langsam, durch Materialerfahrung und akkumulierte Beobachtung.
Mariella Maier is a Munich-based multidisciplinary artist working across sculpture, installation, experimental film, and set design. Her practice is research-based and
process-oriented, grounded in a fine sensitivity to materials, particularly natural fibers, paper, and organic substances, through which she investigates the human relationship to environment, memory, and transformation. The materials are never merely a medium; they are themselves carriers of meaning, storing cultural practices, ecological contexts, and collective knowledge. Her sculptural works explore cycles of growth, decay, and regeneration; her films approach sociopolitical complexity in a poetic-documentary mode. Both registers share an underlying processual logic: meaning emerges slowly, through material experience and accumulated observation.
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