Maximilian Greinwald – Ein heißer Kern, der alles trägt.
Eine Intervention für den Kurort Bad Gastein.
Bad Gastein, einst „Wildbad Gastein", ist ein Kurort in den Hohen Tauern mit einer besonderen Stellung im alpinen Raum. Im Gegensatz zu anderen Orten entwickelte sich seine Struktur aus der Tradition des Bade- und Kurwesens, was sich in Morphologie und Architektur widerspiegelt. In den letzten Jahrzehnten führten verschiedene Faktoren zu strukturellen Problemen, sichtbar in Leerstanden und Brachen, wodurch der Ort verstärkt Gegenstand von Debatten und unterschiedlichen Zukunftsnarrativen wurde.
Trotz dieser Geschichte spielt das Thermalwasser heute kaum eine Rolle in der Ortsentwicklung. Die Arbeit setzt hier an und versteht es als zentrales Element für eine neue Auseinandersetzung mit dem Ort. Untersucht wird, welchen Einfluss es auf räumliche und architektonische Entwicklungen hatte und haben kann.
Anhand ausgewählter Fragmente wird schließlich ein Entwurf fur die Brache des ehemaligen Grabenwirts entwickelt, der den Kontext respektiert und das Thermalwasser programmatisch neu integriert. Ziel ist es, diesem eine neue räumliche und symbolische Bedeutung zu geben und damit eine alternative Perspektive für die Zukunft von Bad Gastein aufzuzeigen.
Betreuerin:
Senior Scientist Arch. Dipl.-Ing.inDr.in techn. Ines Nizic
Forschungsbereich Hochbau und Entwerfen E253-04 Professur Staufer + Hasler
TU Wien
Ausstellung im Blumenpavillon, Gasteiner Museum, Grand Hotel de l´Europe Bad Gastein
Diplomentwurf von DI Maximilian Greinwald
Permanent zugänglich.
Öffnungszeiten Gasteiner Museum:
Sommersaison 1. Juli bis 19. September 2026
Mittwoch – Sonntag 14.30 – 18 h (Mo und Di geschlossen)